Autofreier Tag 2008

In diesem Jahr haben wir eine andere Zielgruppe angesprochen. Wir wollten Schülerinnen und Schüler an den Umweltgedanken heranführen.

Als   Ansprechpartner bot sich wieder die KGS Lise- Meitner- Schule in Moordeich  an, mit der wir schon früher einige Projekte durchgeführt hatten.   Unsere Idee war, mit den Schülern zur Universität Bremen zu fahren, um dort unter Anleitung des Universitätslabors MARUM das Klima an Bohrkernen untersuchen zu lassen. Der Kontakt war rasch hergestellt, das Interesse groß. Schnell waren fünf Klassen gefunden, die dank unserer guten Beziehungen zur BSAG kostenlos in der Woche vom 22. bis 26.   September mit einem Sonderbus zur Uni Bremen gebracht wurden.

Nach einem lebendigen Referat von Frau Dr. Martina Pätzold über die Arbeits-   und Forschungsbedingungen auf dem Forschungsschiff Meteor begann die Arbeit. Die Gerätschaften zur Probenentnahme aus Sedimenten in 3000 m Tiefe wurden gezeigt, die Schwierigkeiten und Probleme bei Nacht, Sturm und hohem Seegang erläutert. Aus Bohrkernen entnahmen die Schüler dann Proben, spülten den Sand heraus und untersuchten unter dem Mikroskop, ob bestimmte verkalkte Formen von Einzellern (Warmwasser-Foraminiferen) auftreten würden. Aus dem Vorhandensein oder Fehlen dieser Skelette konnte geschlossen werden, ob es sich um eine Warm- oder Kaltzeit handelte. Zum Schluss wurde über die Gefahr von Klimaschwankungen diskutiert. Für Küstenbewohner besteht die große Gefährdung, dass bei steigenden Temperaturen und vermehrtem Abschmelzen des Poleises der Meereswasserspiegel steigen würde. Ohne höhere Deiche könnte ein Großteil Norddeutschlands überschwemmt werden.

Die Schülerinnen und Schüler aus den beteiligten Klassen (eine H 7,   eine R 9, sowie eine G6, G 9 und G 10) waren begeistert von unserem Angebot und machten im Labor interessiert und aufmerksam mit. Auch die Lehrkräfte waren derart angetan, dass sie im Kollegium vorschlagen  wollten, diese Veranstaltung in ihr Unterrichtsprogramm aufzunehmen.

Wir danken auch auf diesem Weg Frau Dr.  Pätzold vom UNISchullabor MARUM und der BSAG, dass sie uns halfen und unterstützten bei der Durchführung unseres Projektes.

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