Vortrag und Diskussion zum Thema „Biogasanlagen“ am 24. April 2014 im Gutshaus Varrel

16. April 2014

Pressemitteilung der Agenda-Gruppe Stuhr mobil

Die Agenda-Gruppe Stuhr mobil stellt in ihrer Veranstaltungsreihe „Regionale Energieversorgung“ mit dem Thema Biogasanlagen eine kontrovers diskutierte Energieform vor:

 

Vortrag und Diskussion

„Biogasanlagen – Energie für die Zukunft oder Sackgasse?“

 

Donnerstag, 24. April 2014, 19:00 Uhr

Versammlungsraum im Gutshaus Varrel

An der Graft 4

 

Referenten:

Herr Uwe Baumert, Experte für alternative Energien mit Schwerpunkt Energie aus Biomasse beim NABU Niedersachsen

und

Herr Cord Remke, Leiter des LEB Beratungsbüros Nienburg

 

 

Als in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die ersten Anlagen in Betrieb gingen, stellten sie zwar eine interessante Variante der Energiegewinnung dar, aber so recht daran glauben mochte wohl keiner. Das änderte sich dann allerdings durch das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) ab 2000. Bereits 2002 gab es in Deutschland ca. 1600 Biogasanlagen, inzwischen sind es etwa 4800 (davon rund 1450 in Niedersachsen).

 

In diesen Anlagen sollten im wesentlichen die bereits für die Grundwasserverseuchung ins Gerede geratenen Tierexkremente (Gülle und Kot) mittels Fermentierungsprozess gereinigt und boden-umweltverträglicher aufbereitet werden. Ein aus unserer Sicht guter ökologischer Ansatz, wenn die Entwicklung nicht eine andere gewesen wäre. So wurden Ende 2011 in Niedersachsen 1405 Biogasanlagen betrieben, davon lediglich 68 (ca. 5%) mit Kofermenten und der Rest mit nachwachsenden Rohstoffen.

 

–       Warum wird bei dem großen Viehaufkommen in Niedersachsen nicht vermehrt auf Kofermente zugegriffen?

–       Ist die Förderung von nachwachsenden Rohstoffen und der daraus resultierende erhöhte Ackerflächenbedarf sinnvoll?

–       Ist es ethisch vertretbar, dass Kartoffeln und Rüben (also Nahrungsmittel) für die Gasgewinnung eingesetzt werden?

–       Ist es sinnvoll, dass schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge täglich 50 und mehr Kilometer fahren müssen, damit Gärreste ausgebracht und Substrate beschafft werden können?

 

Diese und andere Fragen sollen am 24. April diskutiert werden.

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